Heute hatte ich spontan einen Tag frei und einen Firmen Wagen zur Verfügung. Darum fuhr ich nach Timaru, die nächst grössere „Stadt“, um mir ein eigenes Auto zu kaufen. Im Internet hatte ich schon ein passendes gesehen, welches bei einem Autohändler angeboten wurde, bei dem schon deutsche Kollegen ein Auto gekauft haben.
Das Auto habe ich vielleicht etwas zu teuer gekauft, da das Märten nicht so geklappt hatte 😉
Egal, heute Abend konnte ich das Auto schon abholen 🙂
Mein Toyota Caldina 🙂
Natürlich wurde er schon eingeweiht (Wie sichs ghört, gä Mänu 😉 )
In der Nacht vom letzten Sonntag auf Montag gab es ein Erdbeben in Neuseeland.
Obwohl ich nur ca. 300km vom Zentrum des Bebens wohne, habe ich nichts bemerkt.
Als ich am Morgen aufgestanden bin hatte ich zahlreiche Mitteilungen auf dem Telefon von besorgten Leuten aus der Schweiz, welche wissen wollten, wie es mir geht. (Die wussten mehr als ich 😉 )
Erst als ich im Radio die Nachrichten gehört habe, wurde mir bewusst was passiert war. Die Region nördlich von Christchurch hat es recht hart erwischt. Da es in den letzten Wochen überdurchschnittlich geregnet hatte, gab es auch viele Erdrutsche.
Letzte Woche arbeitete ich auf einem Bauernhof und half beim Silieren.
Diese Arbeit hat mir sehr spass gemacht, da es eine gute Abwechslung zu meiner sonstigen Arbeit war.
Als erstes war ich mit dem Doppelschwader auf dem Feld und habe die Schwaden für die Rundballenpresse gemacht. Dies sollte meiner Meinung nach ein einfacher Job sein, aber es gibt da schon noch einiges was beachtet werden muss, damit die Presse schöne und kompakte Ballen machen kann 🙂
Der Bauer fuhr mit der Presse und ich transportierte die Ballen zum Lagerplatz und beschickte den Wickler. An zwei Tagen haben wir um die 400 Ballen gemacht!
Ballen laden
Diese Arbeit hat mir viel Freude gemacht
An einem Tag war ich damit beschäftigt, gegen 200 Ballen neu zu wickeln, da die Kühe dummerweise den Zaun zerstört haben und die gewickelten Ballen angeknabbert haben.
Der Balkenwickler
Die beschädigten Ballen
Ich musste die Ballen etwas umstellen, damit ich genug platz hatte um den Wickler zu beladen
In der Region wo ich arbeite, ist es sehr flach. Die Ebene grenzt im Osten ans Meer und im Westen an hohe Berge. Nur wenige Wolken schaffen es über die Berge um uns in Canterbury Niederschlag zu bescheren. Darum war das Land an der Ostküste vor nicht all zu langer Zeit kaum landwirtschaftlich nutzbar. Ausserdem weht meistens ein Wind, welcher den Boden zusätzlich austrocknet. Dank der künstlichen Bewässerung wurde dieses Gebiet für die Landwirtschaft wertvoll. Dies führte dazu, dass die Bodenpreise in den letzten 15 Jahren um mehr als das 3 fache gestiegen sind.
Nun zu dem was ich eigentlich bloggen wollte 😉
Wie ihr vielleicht auf ein paar Bildern gesehen habt, grenzt fast jedes Feld an mindestens eine Hecke. Diese Hecken dienen dem Rindvieh im Winter als Windschutz und im Sommer haben sie den guten Nebeneffekt, dass sie Schatten spenden 🙂
Um die Hecken möglichst preisgünstig zu schneiden, sind hier verschiedenste Maschinen im Einsatz.
Auf der Motorhaube sieht man die Schneide. Wie ein Helikopter Rotor drehen sich die Messer und schneiden oder schlagen die Äste ab.
Das Gefährt besitzt zwei Motoren. Einer fürs Fahren und einer nur für die Hydraulik.
An diesem Fahrzeug habe ich einen Aufkleber mit einem Spruch gesehnen, welcher meiner Meinung nach zu den Neuseeländern passt. Er lautet: Wenn es nicht gebrochen ist, dann reparier es nicht 🙂
Diese Seite ist beim Schneiden der Hecke zugewandt.